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Unterschiede Männer- und Frauenhaut

Dass Frauen und Männer verschieden sind, wird in der Mittagspause oft heiß diskutiert. Nicht nur charakterliche Eigenheiten, auch biologische Unterschiede sind Thema und die Meinungen gespalten. Nicht ganz so brisant sind die Unterschiede von Männer- und Frauenhaut. Dabei ist es lohnenswert, sich darüber zu informieren, denn das Wissen über die Hautbeschaffenheit erleichtert die Auswahl der richtigen Pflege.

Männerhaut – robust, glänzend und behaart

Wie so oft nehmen Hormone großen Einfluss auf die Beschaffenheit unseres Körpers – auch bei der Haut. Androgene bestimmen, wie dick und fettig die Haut ist. Im Durchschnitt ist die Haut von Männern durch den höheren Kollagenanteil um bis zu 20 % dicker und bildet durch die größer angelegten Talgdrüsen um bis zu 30 % mehr Hautfett.

Auch die Bindegewebsfasern verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich. Das männliche Bindegewebe ist sehr stark vernetzt, während die weiblichen Bindegewebsfasern parallel zueinander verlaufen. Ein weiterer Grund, warum die Haut von Männern robuster wirkt. Im Alterungsprozess baut sich das Kollagen der Männerhaut übrigens gleichmäßig ab und längst nicht so rasant wie bei Frauen nach der Menopause. Ein klarer Vorteil für alle Männer in den späteren Lebensphasen.

Eigenschaften von Männerhaut

  • bis zu 0,2 mm dicker
  • höherer Melaninanteil
  • stärker durchblutet
  • Talgdrüsen sind größer / Haut ist fettiger
  • Bindegewebsfasern sind vernetzt
  • weniger Fettdepots unter der Haut

Pflegetipps Männerhaut

Das Produktspektrum der Männerpflege hat sich immens ausgeweitet. Doch welche Pflege ist für die robustere Haut nun geeignet? Laut einem Interview von REFINERY29 mit Dermatologin Dr. Yael Adler genügt es das Gesicht mit Wasser zu waschen und mit einem Handtuch zu trocknen. So wird der Säureschutzmantel der Haut nicht beschädigt. Cremes oder Öle sollten generell nur an Hautstellen verwendet werden, die zu Trockenheit neigen.

Hinweis: Cremes ziehen aufgrund einer kleineren Lipidgröße tiefer ein als Pflegeöle und pflegen nachhaltiger.

Frauenhaut – feiner und trockener

Bei Frauen ist es das Östrogen, das sich entscheidend auf die Beschaffenheit der Haut auswirkt. Sie ist durch das Hormon feinporiger und neigt schneller zur Trockenheit als Männerhaut. Direkt unter der Haut befinden sich im Vergleich größere Fettdepots, die die Haut weicher und zarter werden lassen. Ein Nachteil ist auf jeden Fall die geringere Durchblutung, denn dadurch baut sich der Säureschutzmantel langsamer auf als bei Männern.

Aufgrund des zarten Säureschutzmantels sollten Frauen bei scharfen Seifen und Tensiden doppelt so kritisch sein wie Männer. Eine Reinigung mit niedrigem pH-Wert kann jedoch bedenkenlos verwendet werden. Aufpassen sollten Frauen auch in der Sonne, denn sie haben von Natur aus weniger Melanin zur Verfügung und der Sonnenbrand lässt nicht lange auf sich warten. Sollte das Sonnenbad doch zu lange gedauert haben, profitieren Frauen zumindest von der besseren Wundheilung.

Eigenschaften von Frauenhaut

  • dünner und weicher als Männerhaut
  • geringerer Melaninanteil
  • nicht so stark durchblutet wie Männerhaut
  • Talgdrüsen sind feiner / Haut neigt zu Trockenheit
  • Bindegewebsfasern verlaufen parallel zueinander
  • mehr Fettdepots unter der Haut

Pflegetipps Frauenhaut

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Fettproduktion der Haut von außen mit Cremes nicht beeinflusst werden kann. Ob die eigene Haut einen gesunden Schutzfilm hat, hängt mit der Produktion der Talgdrüsen zusammen. Entweder produzieren sie Fette oder sie tun es nicht. Bevor nach dem neuesten Trend der Pflegeprodukte gesucht wird, sollte lieber auf ein mildes, saures Duschgel zurückgegriffen werden, damit die Haut in Balance kommt.

Quellen: